Gebäudereinigung kostet 2026 zwischen 28 und 45 € pro Stunde — oder 1,80 bis 5,50 € pro Quadratmeter und Monat, je nach Leistung. Eine offizielle Preisliste existiert nicht: Jeder Betrieb kalkuliert selbst. Trotzdem folgen alle derselben Rechnung. Wer sie kennt, verhandelt auf Augenhöhe. Diese Übersicht liefert die Marktspannen für alle gängigen Leistungen, erklärt die Kalkulationslogik und zeigt, welche Rabatte realistisch sind — und welche auf Leistungskürzung hinauslaufen.
INHALT
So kalkulieren Reinigungsfirmen ihre Preise
Hinter jedem m²-Preis steht dieselbe Formel: Flächenleistung pro Stunde mal Stundenverrechnungssatz. Eine Reinigungskraft schafft in offenen Büros 200 bis 400 m² pro Stunde, in Sanitärräumen nur 60 bis 100. Der Verrechnungssatz von 28 bis 45 € deckt Tariflohn, Lohnnebenkosten, Material, Maschinen, Anfahrt, Verwaltung und Marge.
Diese Rechnung entlarvt Dumpingangebote sofort. Der Branchenmindestlohn liegt 2026 über 14 € pro Stunde — allgemeinverbindlich, festgelegt im Tarifvertrag des Gebäudereiniger-Handwerks. Ein Angebot von 1,20 € pro m² bei dreimal wöchentlicher Reinigung deckt nicht einmal die Lohnkosten. Wir raten: Finger weg. Solche Anbieter kürzen die Leistung oder zahlen unter Tarif.
Warum Praxis mehr kostet als Büro
Der Objekttyp verändert den Preis stärker als die Region. Eine 300-m²-Praxis kostet 30 bis 60 % mehr als ein gleich großes Büro — wegen Desinfektion mit dokumentierten Einwirkzeiten, geschultem Personal und prüffähiger Dokumentation. Publikumsverkehr im Einzelhandel und Maschinenparks in der Industrie treiben den Aufwand ähnlich.
| Objekttyp | Preisniveau | Kostentreiber |
|---|---|---|
| Bürofläche | Basis | Intervall, Teppichanteil |
| Arztpraxis / MVZ | Basis + 30–60 % | Desinfektion, Dokumentation |
| Einzelhandel / Gastro | Basis + 10–30 % | tägliche Reinigung, Publikumsverkehr |
| Wohnanlage / Treppenhaus | unter Basis | geringe Frequenz, einfaches Leistungsbild |
| Industrie / Produktion | individuell | Maschinen, Sicherheitsauflagen |
Angebot prüfen: die Sechs-Punkte-Checkliste
Ein Angebot ohne Leistungsverzeichnis taugt nichts. Prüfen Sie vor der Unterschrift sechs Punkte:
- Leistungsverzeichnis: Jede Fläche, jede Tätigkeit, jedes Intervall steht schriftlich fest
- Material inklusive: 'Zzgl. Verbrauchsmaterial' öffnet die Tür für Nachberechnungen
- Betriebshaftpflicht: Ohne Nachweis tragen Sie das Schadensrisiko
- Vertretungsregelung: Urlaub und Krankheit bleiben Sache des Betriebs
- Kündigungsfrist: 12 Monate Laufzeit mit 3 Monaten Frist gilt als marktüblich — Längeres verhandeln
- Preisanpassungsklausel: Tariferhöhungen darf der Betrieb weitergeben, aber nachvollziehbar
Über BRILLAVA erhalten Sie genau ein Angebot von einem Fachbetrieb mit nachgewiesener Versicherung, Gewerbeanmeldung und echten Bewertungen. Die Checkliste arbeiten wir vor der Vermittlung ab.
Was Sie verhandeln können — und was nicht
Pauschalrabatte von 20 % enden fast immer in Leistungskürzung. Die Marge der Branche gibt das nicht her. Verhandelbar sind drei Dinge: Paketpreise bei gebündelten Leistungen, Staffelpreise bei mehreren Objekten und Konditionen bei langer Vertragsbindung.
Der stärkere Hebel sitzt im Leistungsverzeichnis. Differenzieren Sie Intervalle nach Nutzung, definieren Sie Eigenleistungen wie das Leeren der Mülleimer, takten Sie die Grundreinigung saisonal. So sinkt der Preis — die Qualität bleibt.
DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE
Gebäudereinigung kostet 28 bis 45 € pro Stunde; die Preisliste oben liefert die m²-Spannen je Leistung. Vergleichen Sie nie den Preis allein, sondern immer das Leistungsverzeichnis dahinter. Ein Festpreis-Angebot für Ihr Objekt kostet Sie über BRILLAVA zwei Minuten.
Jetzt kostenlos anfragenQUELLEN
BRILLAVA Redaktion
Marktdaten und Preisspannen basieren auf laufenden Auswertungen von über 44.000 Suchanfragen und Angeboten aus der Reinigungsbranche (Stand: Juli 2026). Vertrauen. Sorgfalt. Glanz.
